T. C. Boyle zählt zu den schillernden Autoren und als Ex-Hippie mit Drogenkonsum zu den Rockstars der Literaturszene. Das ist die eine Seite des Musikers und Schriftstellers – die andere ist die des Familienmenschen. Er ist seit fast 40 Jahren verheiratet und hat drei Kinder. Sein umfangreiches Werk – zahlreiche Romane und Kurzgeschichten – handelt oft von Außenseitern, den Gescheiterten und Unangepassten. Seinen neuen Roman „Wenn das Schlachten vorbei ist“ lässt er direkt vor seiner Haustüre in Santa Barbara auf den Channel Islands spielen. Die Hauptfiguren: zwei Umweltschützer. Die eine, Alma Boyd, plädiert dafür, auf den Inseln indigene Tiere wie seltene Singvögel vor „eingewanderten“ Arten wie Ratten zu schützen, indem man die Ratten tötet. „Alles töten, das ist ihre Lösung“, schleudert Gegenspieler Dave ihr entgegen – ein aufreibendes und literarisch wie thematisch höchst gelungenes Ringen um das, was richtig oder falsch ist, beginnt. Mensch und Natur sind für Boyle wohl unvereinbare Widersprüche. Wir seien eben eine Spezies, die durch Unersättlichkeit und ständiges Streben nach noch mehr dem Untergang geweiht sei …